Themenüberblick:
Die Hommingberger Gepardenforelle
kommt ausschließlich im Internet vor. Und in Suchmaschinen, aber das ist ja fast das gleiche.
Zugänglich und barrierefrei
"Accessible" Webseiten vergrößern die Reichweite - und müssen keinesfalls hässlich aussehen
Wie man die Konkurrenz linkt
Coopetition und RSS bieten neue Wege der Vernetzung
Elche, Trolle und Co
Warum Diskussionslisten für die kommerzielle Netzkommunikation nützlich sein können
Sieben schlechte Gründe
Mail an ihrefirma.de unbeantwortet zu lassen
Webstandards als Kostenbremse
Webauftritte schneller entwickeln und günstiger betreiben
Ein Fisch namens Wanda
Jochen Scheel zur Kommunikation in der lernenden Organisation
Das Elend mit dem Content
Wird aus Content-Management-Systemen doch noch etwas Brauchbares?
Paule Privat ist nicht genug
Kommerzielle Webauftritte müssen für alle Interessenten und jede
Technik zugänglich sein.
Vom Pay-TV zum Pay-Net
Geht die "Kostenlos-Kultur" im Internet zu Ende?
Wenn die Mail "rabäh" macht
Zum Umgang mit der steigenden Flut von HTML-Mails
Was
ist eine gute Webpräsenz?
Claudia Klinger zur Beurteilung von Websites und Planung von Relaunches
Zeit
verplempern mit Geschwätz im Netz?
Oliver Baer zu E-Mail und Newslettern im Webmarketing
Ins
Netz gegangen
Digitale Netzwerke machen den Globus zum Punkt auf dem Bildschirm
Seekrank
durch Profnet
Besuch auf einer Website, die zeigt, wie man es nicht macht
Dafür haben Sie zwei gute Gründe, mindestens.
Erstens weil über Sie bereits geredet wird, da wollen Sie
dabei sein. Und wenn nicht, besorgen lieber Sie den Gesprächsstoff.
Zweitens, weil Sie zu wenig über die wirklichen Bedürfnisse
wissen.
Kleines Beispiel Auto: für den Müll, der sich im Auto ansammelt,
könnte
doch längst eine pfiffige Designlösung gefunden sein. Aber die
Designer fragen nicht, sie formen lieber. Und wenn sie mal fragen, lesen
sie nicht zwischen den Zeilen.
Großes Beispiel Deutsche Bahn: Kein Tag vergeht, ohne daß aus Frankfurt neue Pläne gemeldet werden. Aber wann hat man Sie zum letzten Mal gefragt, wie Sie in Zukunft fahren wollen? Und ob Sie's pünktlich brauchen, beispielsweise um den Anschlusszug zu erreichen?
Da haben Sie Recht: Innovation kommt aus Ihrer inneren
Stimme, aus der Freiheit der Gedanken. Da stört das Geschnatter.
Aber das ist nur die eine Seite.
Aus dem freien Fluss der Gedanken Ihrer Kunden kommen die Impulse, vielleicht
unerkannt, aber den Anstoß wollen Sie nicht verpassen.
Die Frage ist: Wie kommt ein Gleichgewicht zustande zwischen dem Hören
auf Ihre Gemeinschaft und der Unvernunft, mit der sie sich äußert?
In einer Diskussionsliste per Email?
Doch, die Menschen reden miteinander und sie brauchen
Leute, die ihnen zuhören. Zuhören ist eine Herausforderung.
Wer es kann, wird zum Star einer Gesellschaft, deren Aufmerksamkeit zur
kostbarsten Ressource gerät.
Haben die Leute Zeit? Werden sie vor der Flut in ihrer Mailbox davonlaufen?
Manche kommen probieren und gehen wieder. Andere lesen nur mit, und halten
den Mund. Und es gibt welche, die erreichen Sie nie. Weshalb Sie nicht
nur Otto Otterschwanz einladen, sondern auch Martha Meisegeier, die für
ihn arbeitet, und Max Murmeltier. Einer wird sich hoffentlich wohlfühlen
in Ihrer Liste.
Das kommt darauf an, wie sich Ihre Listendiskussion abspielt.
Das kommt auf Ihre Branche an. Die alte Tour, hinter
dem Zaun zu bleiben, kommt in Frage, wo Sie über den Preis verkaufen
müssen und wenig Service anbieten können. Aber selbst da wäre
zu fragen, ob morgen noch funktioniert, was heute richtig ist.
Außerdem wächst die Zahl der Netzbürger. Früher oder
später kommen sie alle darauf, dass Email das beste am Netz und den
ganzen Rummel wert ist.
Angst ist gut. Lampenfieber schafft die nötige
Spannung, damit auf der Bühne etwas Lebendiges geschieht.
Das Schöne ist: Die Menschen im Netz honorieren den aufrichtigen
Versuch, sich zu verständigen. Sie schenken Vertrauen als Vorschuss.
Und den dürfen Sie als Unternehmen gebrauchen, wenn mal was schief
geht.
Der Klang Ihrer Stimme ist worauf es ankommt.
Wenn der Newsletter die Noten verteilt, ist die Diskussionsliste der Ort
und die Zeit, wo musiziert wird, mal nach Noten, mal improvisiert. Sie
werden sehen, die Kunden gehen aus sich heraus. Vorausgesetzt, sie fühlen
sich wohl. Und das liegt am Gastgeber, an der Band, und ob's den Leuten
schmeckt.
Und fortgeschrittene Betreiber von Diskussionslisten kommen mit Ihrer
Community zu den höheren Weihen. Etwa zu Erzeuger/Verbrauchergemeinschaften,
zu noch mehr Planungssicherheit, Nachhaltigkeit auch in der GuV-Rechnung,
Leistungsvorsprung bei der Neuentwicklung von Produkten.
Indem Sie Ihre Gemeinschaft respektieren, können Sie die Gespräche
und Zusammenarbeit innerhalb der Gemeinschaft befördern.
Ihr Nutzen liegt zunächst nicht darin, dass Sie mehr absetzen, sondern
dass Sie aus berufenem Munde erfahren, wie Ihre Leistung bei den Kunden
ankommt, wo es in der Alltagspraxis hakt, und welche Abhilfe schnell greifen
würde.
Doch das ist nicht alles. Sie gewinnen neue Geschäftspartner - Kunden,
Mitarbeiter, Investoren - die das Gespräch mit Ihnen aus Interesse
am Newsletter suchen.
Ihre Mitarbeiter engagieren sich in der Diskussionsliste, machen sich
den Newsletter zu eigen. Ihre Unternehmenskultur wird reicher.
Unter diesen Umständen reift die Verbindung mit
Ihrer Gemeinschaft. Da Menschen stets zu mehreren Communities gehören,
verbreitet sich Ihr guter Leumund, in vernetzten Communities sogar sehr
schnell.
Sie gewinnen Planungssicherheit durch Kundentreue, Marktanteile durch
Mundpropaganda und Marktkenntnis durch Dialoge mit Kunden und solchen,
die es noch nicht sind.
Zu allen Zeiten sind Sie in den Prozess dieser Entwicklung einbezogen,
Sie können ihn durch Ihr Verhalten beeinflussen und erleben die Wirkungen
unmittelbar.
Ihre Mitarbeiter erfahren die Kunden nicht mehr als
abstrakte Wesen "da draußen" sondern als Mitmenschen,
und ihre Tätigkeit als sinnstiftend in dem Maße wie sie Anderen
Nutzen bringt.
Die Kunden erleben Ihre Mitarbeiter als Mitmenschen, erwarten weniger
Perfektion als Einfühlungsvermögen und bringen ihrerseits Verständnis
auf, wo Fehler gemacht werden. Unwirtschaftliche Hektik lässt nach.
Da der Aufwand für communityfähige Instrumente wie Newsletter
und Diskussionsgruppen geringer ist als jener des klassischen Marketings,
steigen Ihre Erträge resp. der Spielraum, Ihren Marktanteil über
den Preis zu verteidigen.
Tendenziell beobachten Sie eine Verschiebung der Marketingkosten:
Von Sachkosten zu Personalkosten. Insofern sie mit Planungssicherheit
verbunden und einem leistungsfreudigen Betriebsklima zuträglich ist,
eine begrüßenswerte Tendenz.
Die Tendenz entspricht der Notwendigkeit, in Hochlohnländern höherwertige
Leistungen zu erbringen, was nur durch qualifizierten Personaleinsatz
gelingt. Dieselben Personen sind zugleich Wortführer im Dialog mit
den Kunden: Funktionen des Verkaufs und Kundendienstes werden auf mehr
Schultern verteilt.
Der wachsende Serviceanteil erhöht die Personalkosten. Der Markt
honoriert Mehrkosten, in dem Maße wie die Kunden - statt über
den Preis - den Sinn und Zusammenhang, die Wertigkeit und ihre Verbindung
zum Anbieter bei ihrer Kaufentscheidung ins Feld führen.
Diese Gleichung geht unter dem klassischen Marketing a priori selten auf,
im Community-Marketing stehen die Chancen wesentlich besser. Mit Newsletter
und Diskussionslisten nutzen Sie diese Chance.
Wollen Sie Autor Oliver Baer eine Mail schicken?
Wollen Sie ihn auf seiner
Website besuchen?
Ort:http://www.kommkonzept.de /ob_letter.shtml, Stand 28.04.2005, 10.22 , © Dr. Michael Charlier
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