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Sie sehen eine Version von Kommkonzept, die Ihnen den vollen Inhalt und die Navigation, jedoch nur ein reduziertes Layout bietet. Warum und wieso?
Bild: Ein kunstvolles Gewölbe entsteht

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kommt ausschließlich im Internet vor. Und in Suchmaschinen, aber das ist ja fast das gleiche.

Zugänglich und barrierefrei
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Coopetition und RSS bieten neue Wege der Vernetzung

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Warum Diskussionslisten für die kommerzielle Netzkommunikation nützlich sein können

Sieben schlechte Gründe
Mail an ihrefirma.de unbeantwortet zu lassen

Webstandards als Kostenbremse
Webauftritte schneller entwickeln und günstiger betreiben

Ein Fisch namens Wanda
Jochen Scheel zur Kommunikation in der lernenden Organisation

Das Elend mit dem Content
Wird aus Content-Management-Systemen doch noch etwas Brauchbares?

Paule Privat ist nicht genug
Kommerzielle Webauftritte müssen für alle Interessenten und jede Technik zugänglich sein.

Vom Pay-TV zum Pay-Net
Geht die "Kostenlos-Kultur" im Internet zu Ende?

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Was ist eine gute Webpräsenz?
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 Zeit verplempern mit Geschwätz im Netz?
Oliver Baer zu E-Mail und Newslettern im Webmarketing

 Ins Netz gegangen
Digitale Netzwerke machen den Globus zum Punkt auf dem Bildschirm

 Seekrank durch Profnet
Besuch auf einer Website, die zeigt, wie man es nicht macht

 

Michael Charlier:

Webstandards als Kostenbremse

Große Unternehmen entdecken, wie sie im Web Kosten reduzieren können

Der Stern tut es, die Deutsche Post tut es, sogar die Bundeswehr versucht es: Still und heimlich haben sie beim jüngsten Relaunch zum Jahreswechsel die Programmiertechnik ihrer Websites auf standardnahes Design umgestellt. Damit liegen sie nur wenige Monate hinter den amerikanischen Pionieren der neuen Technik wie "Wired", "EZBoard" oder "USCHO", die sich bereits im Herbst einen Platz auf der Liste der Pioniere mit Webseiten in XHTML (oder nahe dran) gesichert haben.

Sie wollen sich selbst ein Bild machen? Gerne. Hier sind ein paar Links:

Aber Sie werden nichts Besonderes sehen - und das wollen Sie ja auch gar nicht. "Von vorne" sehen die Seiten aus wie andere auch - aber "hinten" sind sie nur noch halb so voluminös.

Warum tun sie das - mitten in der Flaute, wo alle Unternehmen ihre Webetats zusammenstreichen? Die Antwort ist einfach: Weil sie es sich nicht mehr leisten wollen, Monat für Monat das Doppelte oder gar Vierfache dessen für den Verkehr auf ihren gut besuchten Websites auszugeben, was eigentlich nötig wäre. Und weil sie die Vorstellung höchst attraktiv finden, die nächste Aufstockung ihrer Serverkapazität um ein oder zwei Jahre verschieben zu können - soviel ressourcenschonender ist die Auslieferung von Seiten bei konsequenter Trennung von Content und Layout. Und das alles nur mit Software!

Falls sie technisch interessiert sind, lesen Sie hier vielleicht einfach im Webwriting-Magazin weiter - dort ist noch mehr über das "Wie" zu erfahren. Sollten Sie aber mehr über das "Warum?" und "Was bringt uns das?" erfahren wollen - nun, genau das habe ich Alirezah Jerani gefragt, der als Leiter Webdevelopment für die Umstellung verantwortlich war.

Blick ins Nähkästchen

”Wir wollen wachsen - und wir müssen sparen” skizziert Jerani die wirtschaftlichen Überlegungen hinter der Umstellung, ”deshalb haben wir die ohnehin zum Jahresende anstehende Einführung eines neuen Content-Management-Systems dazu genutzt, die gesamte Technik auf eine neu und wirtschaftlichere Grundlage zu stellen.” Diese Grundlage sieht so aus, daß das neue Content-Management-System tatsächlich nur das Frontend für die Redaktion und das ”Data-Repository” für den Content bietet. Die Webseiten selbst werden über PHP-Templates generiert - unter strikter Beibehaltung der Trennung von Content und Präsentation bis ins XHTML.

Seitenvolumen um ein Drittel verringert

”Im Ergebnis können wir jetzt Seiten ausliefern, die wesentlich weniger Volumen haben als früher” registriert Jerani zufrieden. ”Vor dem Relaunch hatten unsere Seiten im Durchschnitt einen Umfang von 100 Kb - jetzt sind es 37 kb. Das bedeutet natürlich eine enorme Veringerung der Serverlast. In den Stoßzeiten bewältigen unsere Server heute bis zu 50 Page Impressions pro Sekunde - das war mit der alten Seitengestaltung schlichtweg unmöglich." Anders ausgedrückt: Die Kosten für die Serveranbiondung werden fast auf ein Drittel reduziert - und die bereits vorhandene Serverkapazität reicht ein oder zwei Jahre länger.

Dieser Vorteil war den Machern von stern.de - und sie hatten dafür die volle Unterstützung des Managements - soviel Wert, daß sie sogar ganz darauf verzichteten, eigene Seiten für die Anwender des in Deutschland immer noch recht verbreiteten Uralt-Browsers NN4 anzubieten, der große Probleme mit der neuen Technik hat. ”Unsere Statistiken haben uns gezeigt, daß weniger als 1,3 % unserer Besucher diesen Browser verwenden. Diese User bekommen von uns natürlich trotzdem den vollen Content - aber ohne Layout, und dafür bieten wir ihnen neuere Browser zum Download an.” Die Nutzer scheinen das zu akzeptieren, zumindest gab es in den ersten 5 Wochen nach der Umstellung nur genau 28 Beschwerde-Mails.

Was noch zu tun ist

Das heißt aber nicht, daß die Umstellung schon fix und fertig abgeschlossen wäre. Hier und da gibt es noch kleine Einsprengsel mit Tabellen - das sind Altlasten aus dem content-Management-System oder von der Einbindung des Anzeigen-Servers. ”Wir arbeiten aber mit Volldampf daran, solche Reste der alten Technik zu beseitigen“ verspricht Jerani.

Eine weitere Baustelle ist die Herstellung der vollständigen Barrierefreiheit - also der Zugänglichkeit der Seite z.B. für Sehbehinderte oder Blinde . Dazu ist stern.de als privatwirtrschaftlicher Anbieter zwar nicht gesetzlich verpflichtet, sieht sich jedoch dennoch in die Pflicht genommen. ”Wir betrachten die Trennung von Content und Präsentation als die entscheidende Voraussetzung, um die hauptsächlichen Anforderungen für Accessibility in der nächsten Zeit Schritt für Schritt nachrüsten zu können.”

Noch Fragen? Versuchen Sie's doch mal unten mit dem Link "Kontakt"

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Ort:http://www.kommkonzept.de /mc_standards.shtml, Stand 28.04.2005, 10.22 , © Dr. Michael Charlier

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